Universität Greifswald

Die Universität Greifswald ist eine der ältesten Universitäten Deutschlands und des Ostseeraums. Heute ist sie eine zugleich traditionsbewusste und moderne, international orientierte Forschungsuniversität.

Die Universität Greifswald wurde im Jahr 1456 gegründet. Da die Region nach Ende des 30-jährigen Krieges bis 1815 unter schwedischer Herrschaft stand, ist sie zugleich die älteste schwedische Universität. Heute ist die Universität nach wie vor eng mit dem Ostseeraum verbunden, aber mit Austauschbeziehungen zu über 150 Universitäten weltweit vernetzt.

Universität Greifswald

Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Domstraße 11
17489 Greifswald

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Übersicht der Ansprechpartner

Stark in der Forschung

Die Universität Greifswald leistet in fünf Forschungsschwerpunkten innovative Beiträge zu großen Themen und Herausforderungen unserer Zeit: Beim Thema Gesundheit & Prävention geht es etwa um Gesundheitsgefahren, die von Infektionen ausgehen. Im Forschungsschwerpunkt Proteomics und Proteintechnologien arbeitet die Universität in Kooperation mit dem Friedrich- Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit FLI, daran, das Zusammenwirken von Erregern und
körpereigener Abwehr zu entschlüsseln. Medizin, Natur- und Sozialwissenschaften kooperieren im Schwerpunkt Community Medicine und Individualisierte Medizin bei der Ursachenerforschung, Prävention und Behandlung der großen Volkskrankheiten. Neue Strategien zur Wundheilung und Bekämpfung gefährlicher Keime entwickeln Forscher der Universität gemeinsam mit ihren Partnern am Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP) Greifswald.

Hochaktuell sind die Themen Umwelt & Klima. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungsschwerpunktes Environmental Change – Responses and Adaptation untersuchen, wie sich Arten und Ökosysteme an veränderte Umweltbedingungen anpassen, Landschaften wandeln und wie ein moderner Umweltschutz gemanagt werden muss, um unsere Ressourcen zu erhalten. Um Meere geht es in der marinen Umweltmikrobiologie. Die Untersuchung mariner Bakterien soll helfen, Mechanismen der biologischen Pumpenfunktion der Meere und ihren Einfluss auf die Klimaerwärmung besser zu verstehen.

Zu den Zukunftsfragen gehören auch Energie & Rohstoffe. Greifswald ist einer der Geburtsorte der Plasmaphysik und heute Standort des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik, einem weltweit bekannten Zentrum für die Erforschung von Hochtemperaturplasmen bei der Kernfusion, einer der zukunftsträchtigsten, preiswertesten und umweltfreundlichsten Formen der Energieerzeugung. Im Forschungsschwerpunkt Proteomics und Proteintechnologien werden mit einer weltweit einmaligen robotergestützten Anlage neue Enzyme entwickelt, die als Biokatalysatoren genutzt werden können, um auch künftig die Weltbevölkerung mit kostengünstiger Energie und Kraftstoffen versorgen zu können.

Die Chancen & Risiken der Globalisierung werden an der Universität Greifswald am Beispiel des Ostseeraums - einer besonders dynamischen Makroregion - untersucht. Der Forschungsschwerpunkt Kulturen des Ostseeraums widmet sich u.a. kulturellen und mentalen Grenzen, dem Umgang mit unserem kulturellen Erbe, sprachlicher Vielfalt und Minderheitensprachen, Rechtsvergleichen innerhalb des Ostseeraums, nachhaltigem Küsten- und Landmanagement und der Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen.

Studieren in Greifswald

Die Universität Greifswald bietet in fünf Fakultäten − der Theologischen, der Rechts- und Staatswissenschaftlichen, der Medizinischen (Universitätsmedizin), der Philosophischen und der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ein breites Spektrum an Studienfächern. In Greifswald können 91 verschiedene Studiengänge studiert werden –  von A wie Anglistik bis Z wie Zahnmedizin. Neben „Klassikern“ wie etwa Jura, Medizin, Pharmazie, Biologie, Germanistik oder Geschichte werden spannende neue und zukunftsträchtige, aber auch seltene Studiengänge angeboten: Dazu gehören beispielsweise Studiengänge wie Baltistik, Fennistik, Skandinavistik und Slawistik. Jüngst hinzugekommen sind Studiengänge, mit denen auf Veränderungen in der Gesellschaft und der Arbeitswelt reagiert wird. Dazu gehören Biomathematik, Umweltwissenschaften, Landschaftsökologie, Management und Recht, Nachhaltigkeitsgeographie sowie Tourismus und Regionalentwicklung. In Vorbereitung ist das Fach Medizinphysik.

Rund 10.000 Studierende sind an der Universität Greifswald eingeschrieben. Die Studierenden kommen aus allen Bundesländern; rund ein Viertel davon aus Mecklenburg-Vorpommern. Internationale Studierende stammen aus rund 100 verschiedenen Ländern.

Die Studienbedingungen sind exzellent. Der niedrige Betreuungsschlüssel und ein hohes Engagement der Lehrenden ermöglichen eine intensive und persönliche Zusammenarbeit zwischen Lehrenden und Lernenden. In regelmäßigen Befragungen beurteilen die Studierenden Studienqualität und Betreuung als sehr gut. In Hochschulrankings erreicht Greifswald regelmäßig Spitzenplätze.

Leben in einer alten "jungen" Hansestadt

Die historische Hansestadt Greifswald gehört heute mit ihrem hohen Anteil an Studierenden zu den jüngsten Städten in Deutschland. Leben und Kultur in der Stadt werden durch die Studierenden und viele studentische Initiativen geprägt. Altstadt, Museumshafen und das naheliegende Meer sind heute noch so malerisch, wie es schon Caspar David Friedrich, der bekannte Greifswalder Maler der Romantik, empfunden haben muss.

Im Pommerschen Landesmuseum sind bedeutsame Kunstschätze der Universität und des Landes zu sehen. Das Theater Vorpommern, das Literaturzentrum im Geburtshaus des Schriftstellers Wolfgang Koeppen, das Hans-Fallada-Haus sowie internationale Festivals und Veranstaltungen wie der Nordische Klang, der PolenmARkT, die Bachwoche und Aufführungen im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern garantieren ein reichhaltiges Kulturangebot.

Zwischen Strand und Hörsaal

Nur fünf Kilometer sind es bis zum nächsten Strand. Wassersport gehört natürlich zum breiten Angebot des Hochschulsports. Die Strände auf den Urlaubsinseln Rügen und Usedom und ihre wunderschönen National- und Naturparks laden zu Ausflügen ein.